Bitte teilt Euer Abo nicht mit anderen!

Derzeit erleben wir eine grosse Fülle. Nadine hat sich eine Tasche im August genau angeschaut und die Preise mit Bio-Gemüse aus dem Coop verglichen. Resultat: Eine einzige Tasche war rund 44 Franken wert: 3 Salate (sind im Coop kleiner, hätten dort 7.80 gekostet), 2 Gurken (5.20) 1,7 kg Tomaten (14.60), 500g Rüebli (2.30), 850g Aubergine (obwohl im Coop nicht bio: 4.-), 850 g Zucchini (4.80), 1,4 kg Patisson (im Coop nicht bio: 5.70), Zwiebeln etc., total weit über 40 CHF.

Dies ist eine Momentaufnahme

Wir hatten gehofft, im ersten Halbjahr 2017 auf 110 und danach auf 125 Abos zu kommen. Bekanntlich stagnieren wir bei 85. Entsprechend haben wir aus heutiger Sicht zu viel Gemüse angepflanzt. Ausserdem war das Wetter lange Zeit ideal und wir haben mehr bezahlte Gartenfachkräfte (nämlich für 110 -125 Taschen), so ist das Gemüse auf dem Feld und im Tunnel besser gepflegt als letztes Jahr. Ausserdem haben wir aus früheren Misserfolgen gelernt, beispielsweise eine andere Maissorte angepflanzt etc.

Unser Motto lautet, dass wir den Erfolg und das Risiko teilen und im Moment ist es der Erfolg. So viel Gemüse wird es nicht immer sein, es ist Sommer, der Winter kommt bestimmt und nächstes Jahr müssen wir mit realistischeren Zahlen kalkulieren.

Bitte „halbiert“ Euer Abo nicht

Bereits haben wir die ersten Kündigungen für nächstes Jahr, einzelne auch mit dem Hinweis: Es ist zu viel Gemüse, wir teilen uns die Tasche nächstes Jahr mit einem anderen Abonnenten. Das heisst, dass diese Abonnenten pro Haushalt 550 statt 1‘100 CHF Betriebsbeitrag bezahlen, weil wir derzeit zu erfolgreich sind. Das ruiniert die Gartenkooperative. Die Berechnungen sehen so aus, dass wir mindestens 1’100 CHF pro Haushalt brauchen. Wir bitten um Euer Verständnis und es fühlt sich etwas seltsam an, wenn wir Euch hiermit versprechen: Ihr werdet wieder deutlich weniger Gemüse in den Taschen haben als bisher, und von Januar bis März gibt es wieder nur jede zweite Woche eine Tasche. So ist die Natur.

Bis dahin können wir nur sagen: Teilt in diesen Tagen Euer Gemüse mit den Nachbarn, aber nicht Eure Abos!

Mit etwas verzweifelten Grüssen, Eure Betriebsgruppe