Janosch berichtet aus der Betriebsgruppe: „Das Ressort Infrastruktur“

Jede Woche ernten wir rund 300 bis 400 kg Gemüse vom Feld und aus dem Tunnel. Um dies zu bewältigen, ist eine funktionierende Infrastruktur nötig. Ganz wichtig sind die Gerätschaften für die Feldarbeit, beginnend beim Pflanzen über die Pflege bis hin zum Ernten. Obwohl wir auf viel Handarbeit setzen, geht es nicht ganz ohne motorisierte Fahrzeuge. So haben wir eine Goldoni-Spatenmaschine zur Bodenvorbereitung wie auch ein Auto, um Setzlinge aber auch das geerntete Gemüse vom Feld zum Hof und umgekehrt zu transportieren. Dieses Auto wird auch zum Verteilen der Gemüsetaschen in die Depots verwendet.

Des Weiteren benötigen wir auf dem Feld Lagermöglichkeiten für die Gerätschaften, aber auch einen Platz für eine angenehme Pause. Auf dem Hof brauchen wir eine Abpackhalle und einen Lagerbereich für Werkzeuge und Material. Viel Gemüse muss sowohl im Winter als auch im Sommer bei rund 0.5° C gelagert werden. Dies machen wir in unserem eigenen Kühlcontainer.

Unser bisher grösstes Infrastrukturprojekt war zweifelsohne der Bau des neuen Gemüsetunnels. Ein moderner, zweischiffiger Tunnel mit über 500 Quadratmetern nutzbarer Fläche, um die Saison im Winter zu verlängern und im Frühling früher zu beginnen. So ist bereits jetzt Anfangs März die ganze Fläche mit Gemüse bepflanzt und wir dürfen uns auf Nüsslisalat, Portulak, Radieschen und vieles mehr freuen.

Um diese Infrastruktur täglich einsatzbereit zu halten, sind viele helfende Hände nötig. Ich habe dieses Ressort Anfangs 2016 übernommen und sorge im Hintergrund dafür, dass alles dann zur Verfügung steht, wenn es benötigt wird. Natürlich mache ich nicht alles alleine, denn „nebenamtlich“ Arbeite ich auch noch als Leistungselektronikingenieur in der Forschung und Entwicklung. Unterstützt werde ich von vielen helfenden Händen aus der Betriebsgruppe und natürlich den Genossenschaftern.

In diesem Jahr steht der Umbau der Abpackhalle an sowie die Modernisierung und Teilautomatisierung des Kühlcontainers und des neuen Tunnels.

Auf der „Jobbörse“ gibt es derzeit eine Möglichkeit, durch Mithilfe im Bereich Infrastruktur statt auf dem Feld Einsätze zu leisten und damit Böhnli zu verdienen.

Janosch Marquart