Phacelia, Buchweizen, Sandhafer & Co.

Liebe Mitgärtnerinnen & Mitgärtner

September ist die Zeit, in der es tagsüber oft immer noch sommerlich warm ist, die Nächte kühler und länger werden und morgens Tau auf den Pflanzen liegt. Die Farben werden intensiver und beginnen in der tieferstehenden Sonne richtig zu leuchten. Die Sommerkulturen geben nochmals ihre Kraft in vereinzelte Blüten und Fruchtbildung (z.B. Zucchetti), Gemüse die im Herbst vor den ersten Nachtfrösten geerntet werden, sind am Abreifen (z.B. Kürbisse, Randen) und die überwinternden Kulturen (z.B. Lauch, Federkohl) wachsen bei günstigen Witterungsbedingungen weiter.

Abgeerntete Beete werden nun fortlaufend mit Gründüngungspflanzen eingesät, die im Frühling in den Boden eingearbeitet werden. Dies wirkt sich günstig auf den Boden und die Bodenlebewesen aus und ist eine efektive Möglichkeit der Bodenverbesserung. Man unterscheidet zwischen überwinternden frostharten Gründüngungen und nicht überwinternden, die abfrieren. Je nach Art der Gründüngung ist der Zweck den Boden zu lockern, die Struktur zu verbessern und vor Erosion und Auswaschung der Nährstofe zu schützen.

Eine Einsaat mit Gründüngung hilft auch die Bei-/ Unkräuter zu unterdrücken, die im Herbst, in milden Wintern und im Frühling fortlaufend keimen und wachsen. Einige Gründüngungspfanzen sind zudem gute Bienenweiden und nützlingsfördernd. Sie bieten zahlreichen Insekten Futter und Unterschlupf. Auf dem Feld verwenden wir folgende Gründüngungspfanzen, je nach Jahreszeit, Vor- und Nachkultur:

Phacelia: blaulila blühende Bienenweide, ergibt gute Bodenstruktur durch intensive Durchwurzelung, nicht überwinternd

Buchweizen: rasch auflaufend und bodendeckend, Bienenweide, bedingt standfest, nicht überwinternd

Sandhafer: gutwüchsige und trockenheitsverträgliche Zwischenfrucht, wirkt nematodenreduzierend (Nematoden=Fadenwürmer), nicht überwinternd

Winterroggen: besonders tiefwurzelnd, wirkt gesundend in Gemüsefruchtfolgen, überwinternd

Bis bald auf dem Feld.

Liebe Grüße, das Gartenteam